Was habt ihr dann dagegen, euch im Namen des Herrn taufen zu lassen (Teil 4 von 6) Willens seid, mit den Trauernden zu trauern, ja, und diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen

Nachdem Alma denjenigen, die zu ihm in die Wildnis gekommen waren, mit der Vollmacht des Herren Umkehr, Erlösung und Glauben an den Herrn gelehrt hatte, geschah Folgendes: „Und es begab sich: Er sprach zu ihnen: Siehe, hier sind die Wasser Mormon (denn so wurden sie genannt), und nun, da ihr den Wunsch habt, in die Herde Gottes zu kommen und sein Volk genannt zu werden, und willens seid, einer des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei, 9  ja, und willens seid, mit den Trauernden zu trauern, ja, und diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen, und allzeit und in allem und überall, wo auch immer ihr euch befinden mögt, selbst bis in den Tod, als Zeugen Gottes aufzutreten, damit ihr von Gott erlöst und zu denen von der ersten Auferstehung gezählt werdet, damit ihr ewiges Leben habet — 10  nun, ich sage euch, wenn das euer Herzenswunsch ist, was habt ihr dann dagegen, euch im Namen des Herrn taufen zu lassen, zum Zeugnis vor ihm, dass ihr mit ihm den Bund eingegangen seid, ihm zu dienen und seine Gebote zu halten, damit er seinen Geist reichlicher über euch ausgieße?“ (Mosia 18:8-10).

Willens seid, mit den Trauernden zu trauern, ja, und diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen
Der jüdische Lehrer Jesus ben Sirach (wirkte um 175 v. Chr in Jerusalem) zählt als eine der „heiligen Pflichten“ Folgendes auf: „Entzieh dich nicht den Weinenden, vielmehr trauere mit den Trauernden!“ (Jesus Sirach 7:35). Heinrich Heine hat gesagt: „Mitleid ist die höchste Form der Liebe – vielleicht die Liebe selbst.“ Das größte Beispiel haben wir – wie soll es auch anders sein – in Christus. Er ist von Mitleid für alle Menschenkinder erfüllt (Mosia 15:9) und hat dies in all seinen Taten zum Ausdruck gebracht.

Mit der Taufe erkläre ich mich willens, Leidtragende zu unterstützen. Dies erreiche ich, indem ich ihnen in angemessener und einfühlsamer Weise Mitleid (Mitgefühl, Erbarmen und Güte) entgegenbringe. Dies wirkt umso echter, wenn ich selber entsprechende Situationen durchlebt habe und mich deshalb in die Situation der leidenden Person hineinversetzen kann. Diese Fähigkeit nennt man Empathie (Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person erkennen, verstehen und darauf angemessen zu reagieren). Je offener ich für meine eigenen Emotionen bin, desto besser kann ich die Gefühle anderer deuten. Will ich meinem Versprechen bei der Taufe nachkommen, muss ich also Empathiefähigkeit entwickeln, indem ich entsprechende Situationen selbst und mit anderen zusammen analysiere und mein Gegenüber bewusst beobachte. Wie entwickelst du Mitgefühl?

mitleid
Dann nahm er die Kinder, eins nach dem anderen, und segnete sie. Er betete für sie zum Vater im Himmel, und er weinte wieder. (3. Nephi 17:21-22; Quelle)

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