Er sah große Ungleichheit unter dem Volk

Alma der Jüngere berichtet, welche Schlechtigkeiten (Alma 4:11) zum Untergang des Volkes führen würden: „Ja, er sah große Ungleichheit unter dem Volk, denn einige wurden in ihrem Stolz überheblich und verachteten andere und kehrten den Bedürftigen und den Nackten den Rücken, auch denen, die hungrig waren, und denen, die durstig waren, und denen, die krank und bedrängt waren.“ (Alma 4:12).

  • Große Ungleichheit unter dem Volk
    Soziale Ungleichheit bedeutet die ungleiche Verteilung sowohl materieller als auch immaterieller Ressourcen (verfügbare Mittel um Handlungen zu tätigen) in einer Gesellschaft. Hierdurch wird das Wohl der Menschen untergraben. Es entsteht eine Schere zwischen Armen und Reichen, die sich immer weiter öffnet: Immer weniger Menschen besitzen unbeschreiblich viel, die meisten aber haben nicht einmal das Lebensnotwendige. Je weiter die Schere auseinanderklafft, umso größere Spannungen entstehen, die sich irgendwann entladen.

Da kommt mir doch wieder das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus in den Sinn: Ein reicher Mann lebte mit seinen Freunden in großem Wohlstand. Vor seinen Türen lag der mit Geschwüren übersäte arme Lazarus. Nicht einmal mit dem, was vom Tisch des Reichen fiel, wurde ihm geholfen. Als beide starben, wurde Lazarus in den Armen der Engel in den Schoß von Abraham getragen und der Reiche litt qualvolle Schmerzen in der Unterwelt. Von dort rief er Abraham zu, dass doch Lazarus seine Qualen lindern kommen möge. Er bekam zur Antwort: „Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden.“ (Lukas 16:25). Weiter spricht dieses Beispiel über eine Schere, die dort in umgekehrter Weise zwischen den Betroffenen besteht und sogar unüberwindbar ist (Lukas 16:26).

Er sah große Ungleichheit unter dem Volk. Wieder werde ich daran erinnert, dass ich, der genügend Auskommen hat, mich hier auf Erden um diejenigen kümmern soll, die zu wenig haben. Und dies nicht nur in Bezug auf materielle Güter (Deuteronomium 15:7). Ebenso muss ich denen abgeben, denen es an Immateriellem mangelt (Lehre und Bündnisse 84:43). In beiden Fällen bin ich dazu aber nur in der Lage, wenn ich mich auch selber um beide Güter bemühe (Lehre und Bündnisse 75:3), natürlich nur aus der richtigen Motivation heraus (Jesaja 3:14). Welche Gedanken bewegen dich bei dem Thema große Ungleichheit?

ungleichheit(Bild: Quelle)

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