Er hat mich gesegnet und meine Frauen

Amulek bezeugt den Ammonihaiten über Alma den Jüngeren: „Denn siehe, er hat mein Haus gesegnet, er hat mich gesegnet und meine Frauen und meine Kinder und meinen Vater und meine Anverwandten; ja, selbst alle meine Verwandten hat er gesegnet, und der Segen des Herrn ruht auf uns gemäß den Worten, die er gesprochen hat.“ (Alma 10:11).

Er hat mich gesegnet und meine Frauen. Diese Aussage habe ich sicherlich schon zigfach gelesen, nur heute bin ich drüber gestolpert. Ich verstehe das so, dass Amulek die Mehrehe praktizierte. Wenn das so war, dann müsste es ihm von Gott gestattet worden sein, denn für den Normalfall hat der Herr den Nephiten geboten: „… es soll kein Mann unter euch mehr als nur eine Frau haben, und Nebenfrauen soll er keine haben;“ (Jakob 2:27). Hierbei wurde durch den Herrn insbesondere der Umgang mit mehreren Frauen aufgrund sexueller Begierden verworfen (Jakob 2:28). Allerdings weist der Herr darauf hin, dass er auf Geheiß hin auch Ausnahmen zulässt (Jakob 2:30). Solche von ihm gebotenen Ausnahmen kennen wir aus dem Alten Testament, z. B. Abraham, Isaak und Jakob (Lehre und Bündnisse 132:34-40). Auch gibt es in den Rechtsvorschriften des Herren, die Mose dem Volk vorlegen sollte, auch die folgende: „Nimmt er sich noch eine andere Frau, darf er sie in Nahrung, Kleidung und Beischlaf nicht benachteiligen.“ (Exodus 21:10). Und die Nephiten befolgten ja bis zu dem Zeitpunkt, da es erfüllt war, das Gesetz des Mose (2. Nephi 25:24,30). Warum nun Amulek von `seinen Frauen´ spricht, ist nicht weiter ausgeführt.

Nachdem in der letzten Zeit, der Zeit vor dem zweiten Kommen Christi, alles wiederhergestellt werden sollte (Apostelgeschichte 3:21; Lehre und Bündnisse 132:45), hat der Herr Joseph Smith auch das Gebot der Mehrehe gegeben. Es wurde bis zu dem Zeitpunkt von würdigen Mitgliedern der Kirche praktiziert, da es auf Geheiß des Herrn wieder aufgehoben wurde. Qualifizierte Informationen zum Thema der Mehrehe kannst du hier und auch hier nachlesen.

mehreheRebekka am Brunnen, Gemälde von Michael Deas; © 1995 IRI
(Bild: Quelle)

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