Dann sprach Ammon: Glaubst du, dass es einen Großen Geist gibt?

Nach der Eöffnungsfrage Ammons „… Glaubst du, dass es einen Gott gibt?“, entwickelt sich ein Gespräch zwischen König Lamoni und dem Missionar der Kirche des Herrn, Ammon: „Und er antwortete und sprach zu ihm: Ich weiß nicht, was das bedeutet. 26  Und dann sprach Ammon: Glaubst du, dass es einen Großen Geist gibt? 27  Und er sprach: Ja. 28  Und Ammon sprach: Das ist Gott. Und Ammon sprach weiter zu ihm: Glaubst du, dass dieser Große Geist, welcher Gott ist, alles erschaffen hat, was im Himmel und auf der Erde ist?“ (Alma 18:25-28).

Vielfach ist es doch so, dass Insider im Gespräch mit Außenstehenden nur so mit Fachbegriffen und Kürzeln um sich werfen, sodass diese nur noch Bahnhof verstehen: „Heute haben die Sisters in der Evangeliumsaufbauklasse über die telestiale, terrestriale und celestiale Herrlichkeit gesprochen. Dieses Thema wurde dann in der FHV und im ÄK und der HP-Gruppe fortgeführt. Die Elders waren in der PV und haben dort die Sonnestrahlen über das Missionswerk im Paradies der Geisterwelt aufgeklärt …“ So oder so ähnlich geht es häufig. Wie wird sich der Außenstehende vorkommen?

Dann sprach Ammon: Glaubst du, dass es einen Großen Geist gibt? Hier lerne ich über erfolgreiche Gesprächsführung etwas grundlegend Wichtiges. Nach der ersten Antwort Lamonis, dass er nicht wisse, was das bedeutet, erkennt Ammon, dass er Lamoni mental dort abholen muss, wo er sich befindet, nämlich bei dem Begriff „Großer Geist“. Den kennt Lamoni aus der mündlichen Überlieferung seiner Vorfahren (Alma 18:4). Er fragt ihn nun also, ob er an diesen Großen Geist glaubt, und erhält eine positive Antwort. Jetzt kann er ihm erklären, dass es sich bei diesem Großen Geist um Gott, den Schöpfer handelt. Ammon hat hierdurch eine gemeinsame Wissensgrundlage geschaffen und kann das Gespräch darauf aufbauen, ohne Gefahr zu laufen, dass der König den Faden verliert, die Ohren zumacht, weil er nur noch überlegt: Was war das noch mal? Wenn ich ein erfolgreiches Gespräch führen will, muss ich also sicherstellen, dass mein Gegenüber weiß, wovon ich spreche. Wie stellst du sicher, dass dein Gesprächspartner und du auf derselben Welle reiten, also ihr einander versteht?

A mother sits on her surfboard in the water and watches her daughter paddle out in front of her on her surfboard.(Bild: Quelle)

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