Du gehst hin, diese Nephiten zu befreien, die Söhne eines Lügners sind

Ammon informierte Lamoni, dass er nicht mit zu seinem Vater gehen würde, da der Herr ihn beauftragt hatte, seine Brüder in Middoni aus dem Gefängnis zu befreien (Alma 20:3). Lamoni änderte aufgrund dessen sein Vorhaben und wollte Ammon bei seiner Aufgabe unterstützen, da er mit König Antiomno befreundet war (Alma 20:4,7). Auf ihrer Reise nach Middoni (wohl nördlich von Ischmael, siehe Karte hier im Blog ganz unten) trafen sie nun aber doch auf Lamonis Vater, den König über das ganze Land Nephi (Alma 20:8). Der Vater von Lamoni fragte seinen Sohn, warum er nicht zu seinem Fest gekommen sei und dieser sagte ihm, dass er helfen wolle, Ammons Brüder aus dem Gefängnis zu befreien (Alma 20:9-12). „Und als nun Lamoni ihm dies alles berichtet hatte, siehe, da war zu seinem Erstaunen sein Vater zornig auf ihn und sprach: Lamoni, du gehst hin, diese Nephiten zu befreien, die Söhne eines Lügners sind. Siehe, er hat unsere Väter beraubt; und nun sind auch seine Kinder unter uns gekommen, damit sie uns durch ihre Schlauheit und ihre Lügen täuschen, auf dass sie uns abermals unseres Eigentums berauben.“ (Alma 20:13)

Du gehst hin, diese Nephiten zu befreien, die Söhne eines Lügners sind. Wie schlimm es doch ist, wenn mündliche Überlieferungen unbesehen von Generation zu Generation weitergegeben werden und der Hass zwischen Völkern auf diese Art und Weise weiter angefacht wird. Welcher Art der Hass der Lamaniten gegenüber den Nephiten war? Hier eine Auswahl der Gründe, die in den Überlieferungen ihrer Vorfahren liegen:

  • Sie glaubten, sie seien wegen der Übeltaten ihrer Väter aus dem Land Jerusalem verjagt worden (Mosia 10:12).
  • Sie hätten in der Wildnis von ihren Brüdern Unrecht erlitten (Mosia 10:12).
  • Sie hätten auch während der Überquerung des Meeres Unrecht erlitten; (Mosia 10:12).
  • Sie hätten im Land ihres ersten Erbteils, nachdem sie das Meer überquert hatten, Unrecht erlitten; (Mosia 10:13).
  • Dies alles, weil Nephi im Halten der Gebote des Herrn treuer war—darum wurde er vom Herrn bevorzugt, (Mosia 10:13). Also ein Empfinden wie zwischen Kain und Abel (Köstliche Perle Mose 5:16-33).
  • Nephis Brüder waren zornig auf ihn, weil sie die Handlungsweise des Herrn nicht verstanden und ihr Herz gegen den Herrn verhärteten (Mosia 10:14).
  • Im verheißenen Land meinten seine Brüder, er habe ihnen die Herrschaft über ihr Volk aus den Händen genommen und sie wollten ihn umbringen (Mosia 10:15).
  • Weil Nephi dem Gebot des Herrn folgend von ihnen weg in die Wildnis zog und die Aufzeichnungen mit den Worten des Herrn mitnahm und sie dies als Raub verstanden (Mosia 10:16).

Dies alles führte zu einem ewigen Hass gegen die Nephiten (Mosia 10:17). Ich erkenne, wie schlimm und verwerflich es ist Mitmenschen zu verunglimpfen und dies über Generationen hinweg, ohne die Gründe verstehen zu wollen und sie mit den Beteiligten, inklusive dem Herrn, zu ergründen. Wie gehst du mit Gerede um?

König Lamoni berichtet seinem Vater
(Bild: Quelle)

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