Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind?

Der Amalekit sagt in seinem Streitgespräch (Alma 21:5) weiter zu Aaron: „Du sagst auch, wenn wir nicht umkehren, werden wir zugrunde gehen. Wie weißt du von dem Denken und der Absicht unseres Herzens? Wie weißt du, dass wir Grund haben umzukehren? Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind? Siehe, wir haben Heiligtümer gebaut, und wir kommen zu Versammlungen, um Gott anzubeten. Wir glauben daran, dass Gott alle Menschen erretten wird.“ (Alma 21:6).

Wie weißt du, dass wir nicht ein rechtschaffenes Volk sind? Was meinst du, wie Aaron dieses Wissen erlangen konnte? Klar, zum einen aufgrund der Lehren, die die Amalekiten in ihren Synagogen lehrten, die aber im Gegensatz zum Wort Gottes standen, und zum anderen natürlich anhand ihrer Handlungen im Alltag, die nicht die Lehre Christi widerspiegelten. Aber, da muss es auch noch eine andere Quelle gegeben haben.

Ich denke da an die verschiedenen Gaben, die der Herr einem jeden von uns mitgegeben hat (1. Korinther 12:1-11). Eine davon ist die Gabe der Unterscheidung (1. Korinther 12:10). Dies ist eine Gabe des Geistes, die es einem ermöglicht „das wahre Wesen von Menschen und die Quelle und Bedeutung geistiger Kundgebungen zu erkennen.“ Meine Lehre, die ich hieraus ziehe: Um von anderen nicht getäuscht werden zu können, ist es für mich erforderlich, nach den besten Gaben zu trachten (Lehre und Bündnisse 46:8). Eine Aufzählung solcher Gaben des Geistes „… zum Nutzen der Kinder Gottes.“ (Lehre und Bündnisse 46:26) folgt in diesem Kapitel in den Versen 13 bis 25. Es ist uns auch gesagt, dass nicht jedem jede Gabe gegeben ist (Lehre und Bündnisse 46:11), aber denen, die über die Kirche wachen, ist die Gabe gegeben, „… alle diese Gaben zu unterscheiden, damit nicht jemand unter euch etwas vorgebe und doch nicht von Gott sei.“ (Lehre und Bündnisse 46:27). So hatte Aaron sicherlich diese Gabe damals, als er in der Synagoge der Amalekiter predigte; und diejenigen, die heute vom Herrn berufen sind über die Kirche zu wachen, haben sie ganz sicher auch. Daher weiß ich mit Bestimmtheit, dass ich z. B. meinem Bischof oder Pfahlpräsidenten nicht die Frage stellen brauche: Wie weißt du, dass ich nicht rechtschaffen bin? Was bedeutet diese Tatsache für dich?

Wahrheit von Irrtum können wir durch die Gaben des Geistes unterscheiden
(Bild: Quelle)

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