Es war in ihren Augen ein Zeugnis vor Gott und auch vor den Menschen

Nachdem König Anti-Nephi-Lehi mit seiner Rede an sein Volk zu Ende gekommen war, wurden sie direkt aktiv und setzten ihren Beschluss, die Waffen zu vergraben, in die Tat um (Alma 24:17). „Und das taten sie, denn es war in ihren Augen ein Zeugnis vor Gott und auch vor den Menschen, dass sie niemals wieder Waffen benutzen würden, um Menschenblut zu vergießen; und das taten sie, indem sie vor Gott beteuerten und gelobten, dass sie, statt das Blut ihrer Brüder zu vergießen, lieber ihr eigenes Leben hingeben wollten; und statt einem Bruder etwas zu nehmen, sie ihm lieber geben wollten; und statt ihre Tage in Trägheit zu verbringen, sie lieber reichlich mit ihren Händen arbeiten wollten.“ (Alma 24:18).

Es war in ihren Augen ein Zeugnis vor Gott und auch vor den Menschen. Ihr festes Vorhaben, ja sogar ihr Bündnis, haben sie mit dem Vergraben ihrer Kriegswaffen für jetzt und die Zukunft, vor Gott und den Menschen, symbolisch bekräftigen wollen. Auch ihnen selber sollte es den Rückfall an der Lust am Morden stark erschweren, da sie ja erst wieder die Waffen ausbuddeln mussten und dabei hätten sie sich dann auf jeden Fall an ihr Versprechen gegenüber Gott erinnert. Sie wollten keinesfalls rückfällig werden, denn sie wussten, dass in dem Fall ihre alten Sünden wieder zählen würden, und deshalb taten sie alles, was sie darin unterstützte, es nicht zu tun.

Ich leite für ein persönliches Problem daraus ab: Wäre ich in der Situation, eine Abhängigkeit ablegen zu wollen, würde ein solches `Vergraben der Waffen´ sehr hilfreich sein. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Angenommen, ich hätte eine Handy-Sucht (eine von den Psychotherapeuten offiziell als Mobile and Internet Dependency Syndrome – kurz: MAIDS – bezeichnete Abhängigkeit), würde es mir helfen, diese in den Griff zu bekommen, indem ich das Handy eine festgelegte Zeit lang immer wieder mal `vergrabe´, an einem Platz deponiere, an den ich nur äußerst umständlich rankomme und gezwungen bin, wieder vermehrt persönliche Kontakte zu pflegen und auf diese Weise dem Erleben von Einsamkeit begegnen würde. Nun kommst du sicherlich mit dem Argument: Was ist mit den Schriften in den Sonntagsversammlungen? Nun ja, greife ich doch mal wieder zu meinen Papierversionen. So oder so ähnlich könnte ich mir also Umstände schaffen, durch die ich mir etwas abgewöhnen könnte, was zu einer Sucht geworden ist. Wie würdest du vorgehen? Bei einem realen Suchtproblem lässt dich die Kirche nicht alleine (mehr, folge diesem Link).

Es gibt sogar Apps, die vor Handysucht warnen

(Bild: Quelle)

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