Das ein Zweig vom Baum Israel ist und von seinem Stamm in einem fremden Land verlorengegangen ist

Am Schluss seiner Reflexion, ihres Missionswerkes unter den Lamaniten, hält Ammon fest: „Nun, wenn dies Prahlen ist, so will ich prahlen; denn dies ist mein Leben und mein Licht, meine Freude und meine Errettung und meine Erlösung von immerwährendem Weh. Ja, gesegnet ist der Name meines Gottes, der dieses Volkes gedacht hat, das ein Zweig vom Baum Israel ist und von seinem Stamm in einem fremden Land verlorengegangen ist; ja, ich sage, gesegnet sei der Name meines Gottes, der unser gedacht hat—Wanderer in einem fremden Land.“ (Alma 26:36).

Das ein Zweig vom Baum Israel ist und von seinem Stamm in einem fremden Land verlorengegangen ist. Um diese Aussage zu verstehen, müssen wir wissen, dass der Herr Israel mit einem Ölbaum (eine wichtige Ressource für die Landwirtschaft in den Ländern der Bibel) vergleicht (1. Nephi 10:12), der von einem Mann in seinem Weingarten (Symbol für ein Feld geistiger Arbeit) gepflegt wird (Jakob 5:3). Lehi, seine Familie und einige andere wurden um 600 v. Chr. vom Herrn aufgefordert Jerusalem zu verlassen und in ein verheißenes Land zu ziehen, da sie in ihrer Heimat sonst mit den anderen vernichtet werden würden (1. Nephi 1:4; Helaman 8:21). So sind sie als Zweig des Hauses Israel in einem anderen Teil des Weingartens des Herrn, in einem ihnen verheißenen Land auf der westlichen Erdhälfte, eingepflanzt worden und gediehen (1. Nephi 18:8,22-23,25), bis aufgrund Ungehorsams der älteren Brüder Nephis und deren Anhänger, Nephi vom Herrn angewiesen wurde, sich von dem Volk seiner Brüder zu trennen (2. Nephi 5:1-5). Die so entstanden Lamaniten lebten im Land Lehi-Nephi, während der Stamm, das Volk Nephi, in das nördlich gelegene Land floh und sich dort niederließ und ausbreitete. Durch das Missionswerk von Alma dem Jüngeren und den Söhnen Mosias, mit einigen weiteren Mitarbeitern, wurde ein Teil dieses abgebrochenen Zweiges im Land Lehi-Nephi, wieder in den Stamm eingepfropft und gedieh nun wieder wunderbar und brachte gute Frucht, gute Werke, hervor.

Betrachtet man die Ausbreitung des Menschen (Homo sapiens) über die gesamte Erde, nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis begann diese vor ca. 50.000 Jahren von Afrika aus (siehe hier), so ist gut zu erkennen, was mit dem Gleichnis von den edlen und wilden Ölbäumen (Sinnbild für Israel und die restlichen Völker), vom Propheten Zenos, wiedergegeben im fünften Kapitel des Buches Jakob, beschrieben wird. Über die gesamte Geschichte Israels wird das Volk, aufgrund seines Verhaltens Gott gegenüber, immer wieder in alle Welt zerstreut, aber auch wieder zusammengeführt werden. Von den anderen Völkern werden Gruppen durch Umkehr und Taufe eingebürgert. Der Herr hat auch in heutiger Zeit zum letzten Mal, wie von Zenos vorhergesagt (Jakob 6:2), Arbeiter in seinen Weinberg geschickt (Lehre und Bündnisse 43:28) um den Menschen Umkehr zuzurufen (Lehre und Bündnisse 43:20). Diese Arbeit soll dazu führen, dass Israel wieder ein geeintes Volk Gottes wird, inklusive der Völker, die durch Umkehr und Taufe aufgenommen, eingepfropft, worden sind (Lehre und Bündnisse 110:11). Welchen Beitrag leistest du in dieser letzten großen Anstrengung im Weingarten des Herrn, ein Volk Gottes, das Haus Israel, zu bilden?

(Bild: Quelle Infografik Die Welt)

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