Als Ammon und seine Brüder dieses große Werk der Vernichtung sahen, waren sie von Mitleid bewegt

Die Amalekiten fielen aus Frust darüber, dass sie unter den Nephiten im Land nordwärts keine Erfolge erzielen konnten, wieder über die Bekehrten Lamaniten, die sich nun `Anti-Nephi-Lehier´ nannten, im Land Nephi her und diese verteidigten sich wegen ihrer Umkehr von ihrem Übeltun wieder nicht (Alma 27:2-3). „Als nun Ammon und seine Brüder dieses Werk der Vernichtung unter denen sahen, die sie so sehr liebten, und unter denen, von denen sie so sehr geliebt wurden—denn sie wurden behandelt, als seien sie Engel, von Gott gesandt, um sie vor immerwährender Vernichtung zu erretten—darum, als Ammon und seine Brüder dieses große Werk der Vernichtung sahen, waren sie von Mitleid bewegt, und sie sprachen zum König:. 5  Lasst uns dieses Volk des Herrn versammeln, und lasst uns hinab in das Land Zarahemla zu unseren Brüdern, den Nephiten, gehen und aus den Händen unserer Feinde fliehen, damit wir nicht vernichtet werden.“ (ALma 27:4-5).

Mitleid wird als positive Eigenschaft bzw. Tugend verstanden. Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) betrachtet Mitleid als „ursprüngliches Gefühl, das alle leidensfähigen Wesen miteinander verbinde und auf Identifikation beruhe“ und ein Gegengewicht zum Egoismus bildet und sich als Grundlage der Moral eigne. Schopenhauerzitate: „Mitleid ist die ganz unmittelbare Teilnahme am Leiden eines Anderen: Wir leiden mit ihm, also in ihm.“ „Nur das Leiden des Anderen erweckt unsere Teilnahme. Keiner wird von Anderen Beweise echter Menschenliebe erhalten, solange es ihm wohl geht. Unglück ist die Bedingung des Mitleids.“ „Das Mitleid bezieht sich auf alles, was Leben hat, und nimmt deshalb auch die Tiere in seinen Schutz.“

Als Ammon und seine Brüder dieses große Werk der Vernichtung sahen, waren sie von Mitleid bewegt. Das Unglück, welches die bekehrten Lamaniten traf, war der Auslöser für ihr Mitgefühl, Erbarmen und ihre Güte, die sie ihnen entgegenbringen wollten. Bei dem Thema Mitleid kommt mir die Begebenheit von dem Reichen und dem Armen in Erinnerung: Der Reiche genoss auf Erden das Leben in vollen Zügen. Vor dem Tor seines Hauses lag der schwer kranke Bettler Lazarus, der wenigstens auf die Abfälle des Reichen hoffte. Doch nur die Hunde leckten seine Wunden und er starb. Die Engel brachten ihn in den Himmel und er durfte den Ehrenplatz an Abrahams Seite einnehmen. Der Reiche jedoch musste im Totenreich Qualen erleiden. Als er Lazarus an der Seite Abrahams sah ,,… rief der Reiche laut, ›hab Mitleid mit mir! Schick mir doch Lazarus! Er soll seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und damit meine Zunge kühlen. Ich leide in diesen Flammen furchtbare Qualen!‹“ und Abraham erklärte ihm, dass sich nun das Blatt gewendet hätte, „… Jetzt geht es ihm gut, und du musst leiden.“ (Lukas 16:19-31). Ich lerne daraus, dass ich die Tugend `Mitleid´ hier auf Erden gegenüber meinen leidenden Mitmenschen lernen und ausbauen muss (Sacharia 7:9-10). Dies tue ich u. a., indem ich regelmäßig in den Fond `Humanitäre Hilfe´ der Kirche spende. Aus diesem Fond erhalten die Notleidenden, unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Rasse, durch die `LDS Charities´, humanitäre Hilfe (siehe hier und hier). Wie drückt sich dein Mitleid gegenüber den Not leidenden Mitmenschen aus?

30 Jahre Humanitärer Dienst(Bild: Quelle)

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