Du hast Zeichen genug erhalten; willst du deinen Gott versuchen?

Alma redet weiter zu Korihor, der die Existenz eines Gottes und des Kommens von Jesus Christus leugnet, dies dem Volk auch als Lehre kundtut, und Alma um ein Zeichen gebeten hat (ca. 75 v. Chr.): „… Du hast Zeichen genug erhalten; willst du deinen Gott versuchen? Willst du sagen: Zeige mir ein Zeichen, wo du doch das Zeugnis all dieser deiner Brüder und auch aller heiligen Propheten hast? Die Schriften liegen vor dir, ja, und alles deutet darauf hin, dass es einen Gott gibt; ja, sogar die Erde und alles, was auf ihrem Antlitz ist, ja, und ihre Bewegung, ja, und auch alle Planeten, die sich in ihrer regelmäßigen Ordnung bewegen, bezeugen, dass es einen Allerhöchsten Schöpfer gibt.“ (Alma 30:44).

Du hast Zeichen genug erhalten; willst du deinen Gott versuchen? Sind wir oftmals auch geneigt, den Herrn um ein Zeichen zu bitten? Das führt zu keinem guten Ergebnis. Der Verfasser des Buches der Weisheit lässt die Herrscher der Erde wissen, dass sie in Frömmigkeit an den Herrn denken und ihn mit reinem Herzen suchen sollen: „Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen, und zeigt sich denen, die ihm nicht misstrauen.“ (Weisheit 1:2). Er sagt weiter, dass verkehrte Gedanken uns von Gott trennen und wer seine Macht herausfordern sollte, zurückgewiesen werden würde (Weisheit 1:3). In der Ausgabe der Lutherbibel weist Christus selber auf die Aussage im Alten Testament hin (Matthäus 4:7): „Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, …“ (Deuteronomium 6:16).

Ich lerne daraus, dass ich genügend Zeugnisse für die Existenz Gottes, sowie seines Sohnes und des Heiligen Geistes, der dritten Person in der Gottheit, habe. Und wenn dem so ist, was will ich denn noch mehr? Ich denke hierbei an das, was der Herr zu Oliver Cowdery sprach, der als Schreiber für Joseph Smith fungierte. Er hatte schon ein Zeugnis von der Wahrheit der Platten, worauf das Buch Mormon graviert war, empfangen, wollte aber noch ein weiteres Zeugnis haben. Die Antwort des Herrn durch den Propheten Joseph Smith lautete: „Habe ich deinem Sinn nicht Frieden in dieser Angelegenheit zugesprochen? Welch größeres Zeugnis kannst du haben als von Gott?“ (Lehre und Bündnisse 6:22-24). Auch ohne, dass ich vom Herrn, oder einem seiner irdischen Diener, ein Zeichen für seine Existenz fordere, habe ich durch meine Erfahrungen, die ich durch das Befolgen seiner Lehren gemacht habe, Zeugnis genug und ich brauche nicht mehr als den Frieden in meinem Herzen, der entsteht, wenn ich im Einklang mit den Geboten des Herrn lebe. Ich will nicht erst mit Stummheit geschlagen werden, wie Zacharias, der durch einen Engel gesagt bekam, dass er in seinem hohen Alter noch einen Sohn bekommen solle und den Engel fragte: „Woran soll ich erkennen, dass das wahr ist?“ (Lukas 1:13-22). Wie ergeht es dir in Bezug auf Zeichen, um die Existenz Gottes anzuerkennen?

Luke 1:57–80, Zacharias with Elisabeth and JohnEr verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
(Lukas 1:63; Bild: Quelle)

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