Erhielt Alma Nachricht, dass die Zoramiten die Wege des Herrn verkehrten

„Nun begab es sich: Nachdem Korihor sein Ende gefunden hatte, erhielt Alma Nachricht, dass die Zoramiten die Wege des Herrn verkehrten und dass Zoram, der ihr Führer war, das Herz des Volkes dazu verführte, dass es sich vor stummen Götzen niederbeugte, und so fing sein Herz wegen des Übeltuns des Volkes abermals an, krank zu werden.“ (Alma 31:1).

Erhielt Alma Nachricht, dass die Zoramiten die Wege des Herrn verkehrten. Wie gestern geschildert, waren die Zoramiten Nachkommen des Dieners von Laban, Zoram, der mit Lehi und seiner Familie Jerusalem um 600 v. Chr. auf Geheiß Gottes verlassen hat (1. Nephi 4:35). Seine Nachkommen wurden als Zoramiten zu dem Volk Nephi gezählt und sie waren ebenso gottesfürchtig wie diese. Allerdings musste Alma der Jüngere nun feststellen, dass sie sich vom wahren Gottesglauben abgewendet hatten und Götzen anbeteten bzw. eine übermäßige Bezogenheit auf oder an etwas hatten, das nicht Gott entsprach.

Das erstes der Zehn Gebote, dass der Herr seinem Bundesvolk gab, lautet: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“, verbunden mit der Maßgabe sie nicht anzubeten und ihnen auch nicht zu dienen (Exodus 20:3,5). Ich kenne die Folgen von Götzenverehrung aus der Schrift und weiß, dass „… der Teufel aller Teufel …“ sich über diejenigen freut, die dies tun (2. Nephi 9:37). Die Folgen dessen, dass sie sich anderen Göttern zuwenden würden, wurden dem Volk Israel so benannt: „… dann werdet ihr völlig ausgetilgt werden.“ (Deuteronomium 8:19). Aus dem Alten Testament weiß ich auch, dass Widerspenstigkeit gegen Gott ebenso schlimm ist wie Götzendienst (1. Samuel 15:23). Auch Habsucht wird in der Schrift mit Götzendienst gleichgesetzt (Kolosser 3:5). Also lerne ich, dass ich mich nicht gegen den Herrn auflehnen darf, und dass ich nicht einem übertriebenen Drang, ständig meinen materiellen Besitz, unabhängig von dessen Nutzen, zu mehren, nachgeben darf. Mir kommt König Midas aus der der griechischen Mythologie in den Sinn. Er hatte Dionysos, einen der griechischen Götter, darum gebeten, dass alles, was er berühre, zu Gold werde, um Reichtum aufzuhäufen. Was war die Folge? Auch das, was er als Nahrung benötigte wurde zu Gold und er hätte unweigerlich verhungern müssen, wenn er sich nicht durch ein Bad im Fluss Paktolos von diesem Geschenk hätte lösen können. So bin ich dankbar, dass ich mich, durch ein Bad in den Wassern der Taufe, von Götzendienst – Widerspenstigkeit, Habsucht und sonstigem gottlosen Tun – habe lossagen können. Sicherlich bin ich in mancherlei Hinsicht immer noch am Lossagen – aber ich bin dran und bleibe dran. Was ist deine Einstellung zu Götzendienst?

Hieronymus Bosch: Der Heuwagen (Mittelflügel), um 1500.
Ein flämisches Sprichwort sagt: „Die Welt ist ein Heuhaufen – ein jeder pflückt davon, soviel er kann.“

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