O Herr, wollest du mir Kraft geben, dass ich meine Schwächen ertragen kann

Alma der Jüngere betet weiter zu Gott wegen der frustrierenden Erlebnisse bei den Zoramiten: „O Herr, Gott, wie lange willst du zulassen, dass solche Schlechtigkeit und Untreue unter diesem Volk sei? O Herr, wollest du mir Kraft geben, dass ich meine Schwächen ertragen kann. Denn ich bin schwach, und solche Schlechtigkeit unter diesem Volk peinigt meine Seele.“ (Alma 31:30).

O Herr, wollest du mir Kraft geben, dass ich meine Schwächen ertragen kann. Ist dir in einem Vorstellungsgespräch schon mal die Frage nach deinen Stärken und Schwächen gestellt worden? Hattest du dir vorher überlegt, wie du darauf reagieren solltest? „Forscher des University College London fanden heraus: Wer sich im Bewerbungsgespräch selbstkritisch und authentisch zeigt (und seine Schwächen zugibt), steigert seine Chancen auf den Job um das Fünffache. Drei Studien mit insgesamt rund 2000 Probanden waren dem Ergebnis vorausgegangen. Dabei zeigte sich: Wer sich perfekt präsentierte, schnitt weniger gut ab als jene, die einen ungeschminkten Eindruck von sich selbst vermittelten.“ (Quelle).

Dem Herrn gegenüber brauchen wir uns nicht zu verstellen, er kennt unsere Mängel an Fähigkeiten, Kraft oder Fertigkeiten, also unsere Schwächen, besser wie wir selber (Lehre und Bündnisse 62:1). Wenn wir meinen, dass wir alles aus eigener Kraft heraus tun können, dann überschätzen wir uns maßlos. Jeder Mensch hat seine Schwächen und der Herr zeigt sie uns, damit wir erkennen durch wessen Gnade wir in die Lage versetzt werden etwas zu erreichen (Jakob 4:6-7Ether 12:27-28). Erst, wenn ich meine Schwäche erkannt habe, wird der Herr mir helfen, sie in eine Stärke zu verwandeln (Ether 12:37). Ich lerne daraus, dass ich mich mit meinen Schwächen erkennen muss, um dann mithilfe des Herrn diese in Stärken zu wandeln. Sehe ich z. B. eine Schwäche darin, dass meine Antworten durch viel zu viele Worte weitschweifig und dadurch unverständlich werden, könnte meine Stärke werden: „In der Kürze liegt die Würze“ (dieses Sprichwort stammt ursprünglich aus Shakespeares Hamlet, von 1603), denn kurze und knappe Wortbeiträge sind eingängiger und deshalb auch besser verständlich. Welche Schwächen hast du schon erkannt und mit der Hilfe des Herrn in Stärken umwandeln können?

(Bild: Quelle)

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