Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden

Alma der Jüngere erklärte seinem Sohn Korianton, dass entsprechend der Gerechtigkeit Gottes ein `Plan der Wiederherstellung´ (Auferstehung und Gericht) erforderlich sei, der die Handlungen des Menschen in seinem Erdenleben auf sein Leben nach der Auferstehung projiziert (Alma 41:2-3): „Und wenn ihre Werke böse sind, so werden sie ihnen wiederhergestellt werden, nämlich zu Bösem. Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden, ein jedes zu seiner natürlichen Gestalt—das Sterbliche zur Unsterblichkeit erhoben, das Verwesliche zur Unverweslichkeit—, erweckt zu endlosem Glücklichsein, um das Reich Gottes zu ererben, oder zu endlosem Elend, um das Reich des Teufels zu ererben, das eine auf der einen Seite, das andere auf der anderen—5  der eine zum Glücklichsein erweckt gemäß seinen Wünschen nach Glücklichsein oder zu Gutem gemäß seinen Wünschen nach Gutem; und der andere zu Bösem gemäß seinen Wünschen nach Bösem; denn so, wie es den ganzen Tag lang sein Wunsch war, Böses zu tun, so wird er auch seinen Lohn an Bösem haben, wenn die Nacht kommt.“ (Alma 41:4-5).

Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden. Wiederherstellung in diesem Zusammenhang bedeutet die Wiederherbeiführung eines Zustandes nach Trennung von Geist und Körper bei dem Tod. Dieses Wiederherbeiführen bedeutet, dass der Geist, der sich zwischenzeitlich in der Geisterwelt aufgehalten hat, mit seinem Leib, der auf Erden verblieb und der Verwesung anheimfiel (doch bedenke: Materie geht nie verloren, sie existiert weiter, auch wenn die Form sich ändern würde – Wasser z. B. verdunstet zu Wasserdampf und kondensiert wieder zu Wasser, je nach Temperatur), zu einer vollkommenen Gestalt vereinigt werden, um vor Gott zu treten und nach seinen Taten gerichtet zu werden (Alma 11:43).

Das Erstaunliche für mich daran ist, dass ich mich all meiner Schuld erinnern werde – ungeachtet dessen, dass ich jetzt schon ein paar Gedächtnislücken habe – , all der Übertretungen, die ich begangen habe, aber natürlich ebenso all dessen, was ich gut gemacht habe und mir aufgrund dessen klar sein wird, wozu ich wiederhergestellt werde, zum Guten oder zum Bösen. Ich bin quasi mein eigener Richter. Wenn ich zur rechten Zeit aufrichtige Umkehr geübt habe, werde ich durch das Sühnopfer Jesu reingewaschen, anderenfalls werde ich meinen Lohn an Bösem haben (Alma 41:5-7). Mit diesem Wissen ausgestattet, nutze ich meine Zeit hier auf Erden Christus nachzueifern und Gutes zu tun, wo es mir nicht gelingt, Umkehr zu üben und mithilfe des Geistes des Herrn eine mächtige Wandlung meines Herzens zu bewirken, sodass ich keine Neigung mehr habe Böses zu tun (Mosia 5:2). Ich kann dir aus eigener Erfahrung bezeugen, dass das ein herrliches Gefühl ist! Ich fühle mich befreit (Lehre und Bündnisse 98:8). Welche Gedanken hast du zur Wiederherstellung von allem in seiner rechten Ordnung?

(BIld: Quelle)

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Einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen

Alma der Jüngere geht nun auf Beunruhigungen, die Korianton in Bezug auf die Lehre hat, ein: „Und nun, mein Sohn, habe ich einiges über die Wiederherstellung zu sagen, von der gesprochen worden ist; denn siehe, einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen. Und ich bemerke, dass dein Sinn auch darüber beunruhigt ist. Aber siehe, ich werde es dir erklären.“ (Alma 41:1).

Einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen. Dir ist sicherlich klar, wenn du ein bestimmtes Ziel anstrebst und eine `verdrehte´ Wegbeschreibung bekommst, wirst du woanders ankommen, als du wolltest. Die Westfalenpost titelte „Von Navi fehlgeleitet: Lkw fährt sich an Behelfsbrücke fest.“ Anstatt die aufgestellten Verkehrsschilder zu beachten, die den Fahrer eines 40-Tonners darauf hinweisen sollten, dass eine Brücke für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrt ist, und für größere Fahrzeuge eine Umleitung auswies, verließ er sich auf sein Navigationsgerät und fuhr sich an der Brücke fest. Brücke und LKW erheblich beschädigt, Straße während der Bergung gesperrt, Feuerwehr und Abschleppdienst mussten ihn freischleppen, Unfallaufnahme durch die Polizei und ein Verwarngeld waren die Folgen der Nichtbeachtung der Verkehrsschilder. Zum Glück hat das sich Verlassen auf die falsche Wegbeschreibung kein Menschenleben gefordert.

Das kann man doch gut damit vergleichen, dass sich manche Menschen eher auf `verdrehte Schriften´ verlassen, weil sie ihnen besser gefallen, anstatt auf die wahren Propheten – behördlich aufgestellte Verkehrsschilder. `Verdrehte Schriften´ entstehen durch „eigenmächtige Auslegung“ (2. Petrus 1:20-21). Solcherlei Auslegungen erfolgen einerseits willentlich (2. Timotheus 4:3), sind manchmal aber auch die Folge schwer verständlicher Aussagen in der Schrift (2. Petrus 3:16), zu deren Auslegung eben nicht der Heilige Geist zu Hilfe gezogen wird (Johannes 16:13), sondern nur der eigene Verstand (Lehre und Bündnisse 3:4). Ich lerne daraus, dass ich beim Studium der Heiligen Schrift, auf die Eingebungen des Heiligen Geistes achten muss. Bevor ich mit dem Studium beginne, bitte ich also den Herrn, mir zu helfen, diese feine und leise Stimme zu erkennen (Lehre und Bündnisse 8:2), wofür ich mein Feingefühl schulen muss (1. Könige 19:11-13), die dann aber mein Innerstes durchdringt (Lehre und Bündnisse 85:6). Wie stellst du sicher, dass du nicht durch `verdrehte Schriften in die Irre geleitet wirst´?

Bekommst du die richtige Botschaft?
Der Geist möchte mit dir kommunizieren, passt du auf?
(Bild: Quelle)

Sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs

In Bezug auf die schlechten Menschen sagt Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton: „Aber siehe, ein furchtbarer Tod kommt über die Schlechten; denn in dem, was die Rechtschaffenheit betrifft, sterben sie; denn sie sind unrein, und nichts Unreines kann das Reich Gottes ererben; sondern sie werden ausgestoßen und dem überantwortet, die Früchte ihrer Arbeit oder ihrer Werke zu genießen, die böse gewesen sind; und sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs.“ (Alma 40:26).

Als erstes denke ich bei dem Begriff `bitterer Kelch´ an Christus im Garten Getsemani. Mit seinen Jüngern ging er nach dem Abendmahl dorthin, um den ersten Teil seines Sühnopfer zu vollbringen. Er kämpfte mit sich und war sich der Last bewusst, die er auf sich nehmen würde und betete: „… Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. …“ (Matthäus 26:39). Wenn sich jemand wünscht, von einem konkreten Unheil verschont zu bleiben, dann hörst du ihn sicherlich auch flehentlich ausrufen: „Möge dieser Kelch an mir vorübergehen!“

Sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs. Hier spricht Alma diejenigen an, die in ihren Sünden gestorben sind, also vor dem Ableben keine Umkehr geübt haben. Aus einem Kelch trank man in früheren Zeiten Wein. Wenn jemand ungehorsam ist, Gesetze nicht hält, so muss er mit den Konsequenzen leben. Berücksichtige ich nicht, dass ich in einem schlecht belüfteten Raum kein Feuer machen darf, werde ich den `bitteren Kelch´ trinken müssen: Erstickungstod. Vergehe ich mich gegen Gesetze des Herrn, bildet sich in meinen Becher während der Reifung des Weines, ein Bodensatz. Schlechte Früchte – Taten – ergeben einen bitteren Bodensatz. Der `Bodensatz eines bitteren Kelchs´ wäre, dass ich nie mehr in die Gegenwart Gottes kommen könnte. Will ich schlussendlich keinen bitteren Bodensatz haben, muss ich Umkehr üben und fortan gute Früchte hervorbringen. In diesem Fall, hat dann Christus an meiner Stelle den bitteren Bodensatz geleert und an mir ist `der Kelch vorübergegangen´. Was machst du, damit der Kelch an dir vorübergeht?

„Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“
(Lukas 22:42-44; Bild: Quelle)

Ich sage nicht, … sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass …

Alma der Jüngere betont seinem Sohn Korianton gegenüber: „Nun, mein Sohn, ich sage nicht, dass ihre Auferstehung bei der Auferstehung Christi stattfindet; sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass Seele und Leib der Rechtschaffenen bei der Auferstehung Christi und seiner Auffahrt in den Himmel wiedervereinigt werden.“ (Alma 40:20).

Ich sage nicht, … sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass … Kann ich unterscheiden, ob eine Führungsautorität etwas im Namen ihres Auftraggebers oder ihre eigene Meinung wiedergibt? Am Beispiel Alma des Jüngeren können wir das wunderbar erkennen. Er macht deutlich, dass er in Sachen Zeitpunkt der Auferstehung der rechtschaffenen, die vor Christus entschlafen sind, bei Auferstehung und Himmelfahrt Jesu stattfinden wird, seine Meinung kundtut. Damit bringt er zum Ausdruck, dass es so sein kann, aber nicht sein muss. Wohingegen er aber als gegebene Tatsache feststellt, dass es so sein wird, dass es „… einen Zeitraum zwischen dem Tod und der Auferstehung des Leibes und einen Zustand der Seele im Glücklichsein oder im Elend bis zu der Zeit, die von Gott bestimmt ist, dass die Toten hervorkommen und in Seele und Leib wiedervereinigt und dazu gebracht werden, vor Gott zu stehen, und gemäß ihren Werken gerichtet werden.“ (Alma 40:21).

Ob ein Diener Gottes etwas im Auftrag des Herrn spricht oder als seine Meinung wiedergibt, bringt dieser zum Ausdruck, indem er entweder sagt, dass er seine eigene Meinung kundtut, oder aber sagt: „So spricht der Herr“. Als Nephi seinem jüngsten Sohn, Joseph, vom Hervorkommen des Buches Mormon prophezeite, sagte er, den von seinen Brüdern nach Ägypten verkauften Joseph meinend: „Ja, Joseph hat wahrhaftig gesagt: So spricht der Herr zu mir: Einen erwählten Seher werde ich aus der Frucht deiner Lenden erwecken; …“ (2. Nephi 3:7). In der Bibel beauftragte der Herr Mose, in seinem Namen zum Pharao zu sprechen: „Dann sag zum Pharao: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn. 23 Ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dienen kann! Wenn du dich weigerst, ihn ziehen zu lassen, bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um.“ (Exodus 4:22-23). In unserer Zeit ist das nicht anders. Als der Herr Edward Partridge durch die Hand von Sidney Rigdon segnen wollte, sagte er Joseph Smith im Dezember 1830, was dabei zum Ausdruck gebracht werden sollte: So spricht der Herr, Gott, der Mächtige Israels: Siehe, ich sage dir, mein Knecht Edward: …“ (Lehre und Bündnisse 36:1). Immer, wenn ein Diener des Herrn dies sagt, „So spricht der Herr“ bedeutet es auch das und ich nehme es so auf, als wenn es der Herr mir selber sagen würde. Für mich lerne ich klar daraus, wenn auch immer ich etwas von mir gebe, was keine Doktrin ist, spreche ich deutlich davon, dass ich meine Meinung kundtue. Wie machst du das?

(Jesaja 48:17; Bild: Quelle)

Nun gibt es einige, die diesen Zustand … als eine erste Auferstehung verstehen

Alma hatte seinem Sohn Korianton erklärt, dass der Geist der Verstorbenen in der Geisterwelt auf das Gericht und ihre Auferstehung warten (Alma 40:12-14) und erklärt weiter: „Nun gibt es einige, die diesen Zustand des Glücklichseins und diesen Zustand des Elends der Seele vor der Auferstehung als eine erste Auferstehung verstehen. Ja, ich gebe zu, man kann das als eine Auferstehung bezeichnen, das Erwecken des Geistes oder der Seele und ihre Überantwortung in das Glücklichsein oder Elend, gemäß den Worten, die gesprochen worden sind.“ (Alma 40:15).

Nun gibt es einige, die diesen Zustand … als eine erste Auferstehung verstehen. Alma belehrt aber, dass mit Auferstehung etwas anderes gemeint ist als „… das Erwecken des Geistes oder der Seele und ihre Überantwortung in das Glücklichsein oder Elend …“ in der Geisterwelt (Alma 40:15,17). Er belehrt, dass Auferstehung „… die Wiedervereinigung der Seele mit dem Leib …“ bedeutet (Alma 40:18). Alma sagt aber aus seiner zeitlichen Sicht um 74 v. Chr., dass es tatsächlich eine erste Auferstehung gibt und dass es sich dabei um die „… Auferstehung all derer, die es bis herab zur Auferstehung Christi von den Toten gegeben hat oder gibt oder geben wird.“ (Alma 40:16) handelt. Sie ist eine Auferstehung all der „… Propheten und all derer, die ihren Worten geglaubt haben, oder all derer, die die Gebote Gottes gehalten haben, …“, die „… in ihrer Unwissenheit gestorben sind, ohne dass ihnen die Errettung verkündet worden ist. …“, und „… kleine Kinder …“ (Mosia 15:21-25). Nicht dazugehören „… die sich gegen ihn auflehnen und in ihren Sünden sterben; ja, nämlich alle diejenigen, die von Anfang der Welt an in ihren Sünden zugrunde gegangen sind, die sich vorsätzlich gegen Gott aufgelehnt haben, die die Gebote Gottes gekannt haben, sie aber nicht halten wollten, …“ (Mosia 15:26).

Aber wir wissen, dass die erste Auferstehung noch weitere Ereignisse in unterschiedlichen Zeiträumen umfasst. So lernen wir aus der Offenbarung des Johannes: „… Die übrigen Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre vollendet waren. Das ist die erste Auferstehung. 6 Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat! Über solche hat der zweite Tod keine Gewalt. Sie werden Priester Gottes und Christi sein und tausend Jahre mit ihm herrschen.“ (Offenbarung 20:5-6). Dazu gehören all jene, „… deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind, …“ (Lehre und Bündnisse 76:68-69). Dies ist die Auferstehung der Gerechten, die durch Christus vollkommen gemacht wurden. Bruce R. McConkie lässt uns wissen: „Im Anschluss an dieses großartige Ereignis, nachdem der Herr und die Rechtschaffenen, die entrückt werden, um ihm zu begegnen, auf die Erde herabgekommen sind, wird sich noch eine weitere Auferstehung begeben. Diese kann man auch als Teil der ersten Auferstehung ansehen, obwohl sie erst später stattfindet. In dieser Auferstehung kommen diejenigen hervor, die einer terrestrialen Ordnung angehören, die nicht würdig waren, entrückt zu werden, um ihm zu begegnen, die aber würdig sind, hervorzukommen und die tausendjährige Herrschaft mitzuerleben.“ (Doctrines of Salvation, Hg. Bruce¾R. McConkie, 3¾Bände, 1954–1956, 2:295ff.) Ein Wunsch, den sicherlich nicht nur ich haben dürfte: Bei der Auferstehung der Gerechten dabei sein zu dürfen. Was müssen wir tun, um dies zu erreichen? Hier erfährst du mehr: Lehre und Bündnisse 76:50-80; 88:95-99.

(Bild: Quelle)

Der Geist der Schlechten, … wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen

Nachdem Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton erklärt hat, was mit dem Geist derer passiert, die hier auf Erden rechtschaffen gelebt haben, während sie auf den Tag des Gerichtes warten, wendet er sich nun denen zu, die in ihren Sünden gestorben sind: „Und dann wird es sich begeben: Der Geist der Schlechten, ja, derer, die böse sind—denn siehe, sie haben kein Teil und kein Maß des Geistes des Herrn; denn siehe, sie haben sich lieber böse Werke als gute erwählt; darum ist der Geist des Teufels in sie gekommen und hat von ihrem Haus Besitz ergriffen—, der wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen; dort wird es Weinen und Wehklagen und Zähneknirschen geben, und dies wegen ihres eigenen Übeltuns, denn sie werden nach dem Willen des Teufels in Gefangenschaft geführt.“ (Alma 40:13).

Der Geist der Schlechten, … wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen. Auch im Neuen Testament begegnen wir dem Ausdruck `in die äußerste Finsternis´ hinausgeworfen zu werden an drei Stellen (Mattäus 8:12, 22:13, 25:30). Was ist mit `äußere Finsternis´ gemeint und wo befindet sie sich? Sie ist der Teil der Geisterwelt, der auch als Hölle bezeichnet wird, und befindet sich demzufolge auch hier auf Erden, sie ist sozusagen eine Parallelwelt, wie auch das Paradies (siehe Blogbeitrag gestern). Aufgrund neuzeitlicher Offenbarung wissen wir, dass der Begriff Hölle sowohl für die Bezeichnung eines befristeten Aufenthaltsortes derjenigen Geister der Verstorbenen genutzt wird, die auf Erden ungehorsam waren (Lehre und Bündnisse 138:23), als auch für den dauerhaften Aufenthaltsort derjenigen, die nicht durch das Sühnopfer Jesu erlöst werden können (1. Nephi 14:3; 15:34-35; Lehre und Bündnisse 76:43-46,84).

Diejenigen, die in der Geisterwelt dem befristeten Aufenthaltsort Hölle zugeordnet werden, sind diejenigen, die in der Sterblichkeit ungehorsam waren. Entweder sind sie in ihren Sünden gestorben ohne die Wahrheit gekannt zu haben, oder sie haben in Übertretung gelebt und die Propheten verleugnet. Ihnen wird dort das Evangelium gepredigt und sie haben die Möglichkeit dieses anzunehmen (Lehre und Bündnisse 138:32-34). Du erinnerst dich sicherlich: Christus hatte zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung das Missionswerk in der Geisterwelt eröffnet (1. Petrus 3:19; Lehre und Bündnisse 132:36-37). Wenn sie nun alle Grundsätze des Evangeliums annehmen werden, von ihren Sünden umkehren und die heiligen Handlungen, die für sie im Tempel vollzogen werden, annehmen, werden sie die Hölle verlassen können und in den Teil der Geisterwelt, der das Paradies ist, wechseln und dort auf den Tag des Gerichts und der Auferstehung warten (Treu in dem Glauben – ein Nachschlagewerk zum Evangelium, Seite 179.). Nachdem auch in der Geisterwelt der Grundsatz der Entscheidungsfreiheit gilt, wird es einen Teil geben, der sich weiterhin gegen das Sühnopfer des Sohnes Gottes entscheiden wird. Sie werden in der Hölle der Geisterwelt bis zum Tag des Gerichts verweilen (Alma 40:14). Ich bemühe mich, hier auf Erden rechtschaffen zu leben, damit ich nicht `in die äußere Finsternis hinausgestoßen´ werde. Was unternimmst du, um von Satan nicht in Gefangenschaft geführt zu werden?

(Bild: Quelle)

Wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton nun, was mit denen geschieht, die vor ihrem Tod hier auf Erden rechtschaffen gelebt haben: „Und dann wird es sich begeben: Der Geist derjenigen, die rechtschaffen sind, wird in einen Zustand des Glücklichseins aufgenommen, den man Paradies nennt, einen Zustand der Ruhe, einen Zustand des Friedens, wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird.“ (Alma 40:12).

Wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird. Was für eine herrliche Aussicht für jene, die in diesem Erdendasein rechtschaffen leben! In der Geisterwelt werden sie in einem Zustand des `Glücklichseins´ auf ihren Tag des Gerichts, auf die Beurteilung ihres Verhaltens nach dem Maßstab der Grundsätze des Evangeliums, warten (Lehre und Bündnisse 137:9). „Die Deutschen werden immer glücklicher“ titelte die Bildzeitung am 08.11.2017 mit Blick auf den Glücksatlas 2016. Eine repräsentative Studie im Auftrag der Deutschen Post für den „Glücksatlas 2017“, ergab, dass die Lebenszufriedenheit bei einer Skala von 0 bis 10, bei 7,07 lag. Bei den Befragungen ging es um eine Langzeitbewertung des eigenen Lebens sowie um Wünsche, Ziele, Erwartungen und Einstellungen. Die glücklichsten Deutschen leben nach dem Atlas in Schleswig-Holstein (siehe hier).

Du kennst sicher auch den Spruch: „Geld macht nicht glücklich“. Glücksforscher sagen, dass ein glücklicher Mensch jemand ist, der häufig positive Gefühle hat und der im Großen und Ganzen mit seinem Leben zufrieden ist, was aufgrund eines entlasteten Immunsystems auch Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Ein zentrales Thema beim Glücklichwerden sei, so die Glücksforscher, sich anderen gegenüber so zu verhalten, wie man selbst behandelt werden möchte, Gutes tun, wie zum Beispiel ein Ehrenamt zu übernehmen. Hier werde ich an die `Goldene Regel´ erinnert (Matthäus 7:12; Lukas 6:31; Tobit 4:15). Einen solchen Zustand der Freude, der Ruhe und des Friedens, ohne Beunruhigungen, wünscht der Vater im Himmel uns schon jetzt hier auf Erden (2. Nephi 2:25). Diesen Zustand können wir schon hier auf Erden erreichen, aber erst recht im Paradies, wenn wir rechtschaffen leben. Übrigens, neuzeitliche Propheten machen uns klar, dass die Geisterwelt ein Ort hier auf Erden ist (lies hier unter: „Wo befindet sich die Geisterwelt?“). Wie bewerkstelligst du es, glücklich zu sein?

(Bild: Quelle)