Glaubt ihr an diese Schriften, die von denen vor alters geschrieben worden sind?

„Und nun sprach Alma zu ihnen: Glaubt ihr an diese Schriften, die von denen vor alters geschrieben worden sind? 13  Siehe, wenn ja, so müsst ihr glauben, was Zenos gesagt hat; denn siehe, er hat gesagt: Du hast deine Strafgerichte abgewendet um deines Sohnes willen.“ (Alma 33:12-13).

Glaubt ihr an diese Schriften, die von denen vor alters geschrieben worden sind? Eine Frage, die Alma der Jüngere und Hohepriester der ganzen Kirche, also der Prophet und Präsident der Kirche unter dem Volk Nephi, um die 74 v. Chr., dem Teil der Zoramiten stellte, der von dem anderen Teil wegen ihrer Armut verachtet und aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde (Alma 32:6,12). Bei den Schriften handelt es sich um Worte, die von heiligen, von Gott berufenen Männern, durch den Heiligen Geist bewegt, gesprochen und aufgeschrieben worden sind. Zurzeit, um die es in dieser Situation geht, handelt es sich um die Schriften, die auf den Messingplatten Labans enthalten waren, und um die Schriften, die bei den Nephiten seit ihrem Auszug aus Jerusalem, um die 600 v. Chr., aufgeschrieben und von Generation zu Generation weitergeführt und weitergeben wurden (2. Nephi 25:21). Die Messingplatten Labans enthalten einen Bericht der Juden, mit der Schöpfung beginnend, bis zum Beginn der Regierung Zidkijas 600 v. Chr. Sie enthielten die Prophezeiungen der heiligen Propheten sowie die Stammtafel der Vorfahren Lehis und Labans (1. Nephi 5:10-16)

Glaubt ihr an diese Schriften, die von denen vor alters geschrieben worden sind? Diese Frage ergeht auch an uns heute. Und wenn wir sie gelesen haben, dann müssen wir auch an die, in den uns zugänglichen, aufgezeichneten, Worte der Propheten vor alters glauben. Aber nicht nur an sie, denn wir haben auch heute lebende Propheten und Apostel, die vom Heiligen Geist geleitet zu uns sprechen und deren Worte seit Joseph Smith auch heute noch aufgeschrieben werden. Die derzeitigen berufenen Diener Gottes findest du hier. Ihre Worte ergehen an uns in den Ansprachen der Generalkonferenzen. Und was sie vom Heiligen Geist bewegt reden, soll Heilige Schrift sein (Lehre und Bündnisse 68:1-4) und wird aufgezeichnet und kann angeschaut oder nachgelesen werden (siehe hier). Ich studiere regelmäßig in den heiligen Schriften, glaube an sie (Alma 33:14), und bin bemüht, ihre Lehre zu verstehen und in meinem täglichen Leben anzuwenden. Wie gehst du mit Heiliger Schrift um? Wenn du willst, lies auch gerne „Erforscht die Schrift“ von L. Lionel Kendrick

A brown triple combination resting on a stack of other books and lying open to Moroni chapter 9.(Bild: Quelle)

Du hast mein Gebet vernommen

Alma der Jüngere zitiert den gedemütigten Zoramiten nun Worte des alttestamentlichen Propheten Israels, Zenos: „Denn er hat gesagt: Du bist barmherzig, o Gott, denn du hast mein Gebet vernommen, selbst als ich in der Wildnis war; ja, du warst barmherzig, als ich für diejenigen gebetet habe, die meine Feinde waren, und du hast sie mir zugewendet.“ (Alma 33:4).

Du hast mein Gebet vernommen. In diesem und in den weiteren Versen bis elf, bringt Zenos zum Ausdruck, wo er überall gebetet hat und bezeugt, dass Gott sein Gebet jeweils erhört hat, egal, ob `in der Wildnis´ (Vers 4), oder `auf dem Felde´ (Vers 5), oder `in seinem Haus´ (Vers 6), oder `in seiner Kammer´ (Vers 7), oder `in den Kirchenversammlungen´ (Vers 9), oder `als Ausgestoßener´ (Vers 10). Und weil Zenos dies wusste, hat er in seinen Bedrängnissen immer aufrichtig zum Herrn gebetet und der Herr war um seines Sohnes willen immer barmherzig zu ihm (Vers 11).

Natürlich gibt es besonders geeignete Orte der Anbetung. Dies sind all diejenigen, an denen ich eine außerordentliche Nähe zu meinem Gott verspüren kann. Ein solcher wird sicherlich nicht das Fußballstadion oder das Festzelt auf der Wiesn des Oktoberfestes sein. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich dort in besonderen Situationen nicht auch beten kann, jedoch wird es sich dabei dann sicher nicht um eine `Anbetung´ handeln, sondern wohl eher um ein stilles Danke für die Speise oder eine stille Bitte um Sicherheit bei meinem Dienst, den ich dort evtl. zu erbringen habe. Orte der Anbetung sind dann doch eher mein Kämmerlein, in dem ich alleine anbete, oder mein Heim, in dem ich mit der Familie zusammen anbete, oder die Kirche, in der ich mit der Gemeinde zusammen anbete, oder das Haus des Herrn, Sein Tempel. Ich werde allerdings immer und überall den Vater „… im Geist und in der Wahrheit …“ anbeten, „… denn so will der Vater angebetet werden.“ (Johannes 4:23). Wie betest du den ewigen Vater an, „… der den Himmel und die Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat.“ (Offenbarung 14:7)?

A watercolor illustration of the manger scene with Mary, Joseph, the baby Jesus, two shepherds, a lamb, a donkey, and a cow.Die Hirten beten Jesus Christus an
(Bild: Quelle)

Erinnert ihr euch, das gelesen zu haben, was Zenos, der Prophet in alter Zeit, … gesagt hat?

Alma der Jüngere fragt die gedemütigten Zoramiten: „Erinnert ihr euch, das gelesen zu haben, was Zenos, der Prophet in alter Zeit, in bezug auf Gebet und Anbetung gesagt hat?“ (Alma 33:3).

Erinnert ihr euch, das gelesen zu haben, was Zenos, der Prophet in alter Zeit, … gesagt hat? Zenos? Was für ein Prophet soll das sein? Schon mal was von ihm gehört? Wo und wann hat er gelebt? Alles Fragen, die nicht so gut zu beantworten sind. Zenos begegnet uns nur im Buch Mormon. Elder Bruce R. McConkie, verstorbenes Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel, sagte über die Größe von Zenos: „Ich glaube nicht, dass ich übertreibe, wenn ich sage, dass neben Jesaja – welcher der Urtyp, das Muster und Beispiel aller Propheten ist – es keinen größeren Propheten in ganz Israel gab als Zenos. Und unsere Kenntnis von seinen inspirierten Schriften beschränkt sich auf die Zitate und Paraphrasierungszusammenfassungen, die im Buch Mormon gefunden wurden.“ (Quelle; in Englisch, beginnend bei: I do not think I overstate the matter when I say …)

Zenos war einer von vier alttestamentlichen Propheten (die anderen drei: Zenoch (Englich Zenock), Nehum (Englisch Neum), Ezias) , die im Buch Mormon zitiert werden. Seine Schriften befinden sich auf den Messingplatten, die Nephi, bei deren Flucht aus Jerusalem um 600 v. Chr., aus dem Hause Labans mitnahm. Er wird zitiert in: 1 Nephi 19:10-17, von Nephi; Jakob 5:1-77 , 6: 1, von Nephis jüngerem Bruder Jakob; Alma 33:3-11, 13, 15; Alma 34:7, von Alma dem Jüngeren; Helaman 8:19-20, von Amulek, einem Missionarsmitarbeiter Alma des Jüngeren; 3 Nephi 10:14-17, von Mormon. Offensichtlich lebte er zwischen 1600 und 600 v. Chr. und war anscheinend ein Nachkomme von Joseph von Ägypten. Das Schicksal des Hauses Israel war sein Hauptthema. Wegen seines schlichten kraftvollen Zeugnisses bezüglich des Lebens, der Mission, des Sühnopfers, dem Tod und der Auferstehung des Sohnes Gottes, wurde er von den Propheten des Buches Mormon häufig zitiert. Mehr über ihn kannst du hier, allerdings in Englisch, nachlesen.

A painting by Jerry Thompson illustrating Lehi and Sariah with outstretched arms as Nephi returns, holding the brass plates, with his brothers.Nephi kehrt mit den Messingplatten zu seiner Familie zurück
(1. Nephi 5:10; Bild: Quelle)

Ihr solltet in den Schriften forschen

Die gedemütigten Zoramiten fragten Alma den Jüngeren nach seiner Belehrung, ob sie an einen Gott glauben sollten, und auf welche Weise sie anfangen sollten ihren Glauben auszuüben (Alma 33:1). „Und Alma sprach zu ihnen: Siehe, ihr habt gesagt, ihr könntet euren Gott nicht anbeten, weil ihr aus euren Synagogen ausgestoßen seid. Aber siehe, ich sage euch, wenn ihr meint, ihr könntet Gott nicht anbeten, so irrt ihr sehr, und ihr solltet in den Schriften forschen; wenn ihr meint, sie hätten euch dies gelehrt, so versteht ihr sie nicht.“ (Alma 33:2).

Ihr solltet in den Schriften forschen. Forschen alleine reicht nicht aus, es kommt auch darauf an, dass man die Schrift versteht. Ich denke an die Umstände der Taufe des Äthiopiers durch Philippus. Ein Engel sagte zu Philippus, dass er auf einer Straße, die durch eine einsame Gegend von Jerusalem nach Gaze führt, südwärts gehen solle. Dem Auftrag folgend, hörte er, wie ein äthiopischer Hofbeamter der Königin, auf seinem Wagen sitzend, im Jesaja las. Er ging hin zu ihm und fragte: „… Verstehst du auch, was du liest?“ Der Hofbeamte antwortete: „… Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet?“ und er bat Philippus darum, ihm die Anleitung zu geben. Das Ende vom Lied, der Hofbeamte verstand und hatte den Wunsch sich taufen zu lassen. „… Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab und er taufte ihn.“ (Apostelgeschichte 8:26-40). Eine Anmerkung: Warum stiegen sie wohl in das Wasser? Weil `Taufe´ aus dem griechischen übersetzt so viel wie `Untertauchen´ bedeutet und auch nur so für den Herrn annehmbar ist.

Was nützt es mir also, wenn ich mir noch so viel Kenntnisse aneigne, sie aber nicht verstehe, und somit auch nicht in der Lage sein werde, sie richtig anzuwenden? Um verstehen zu können – einen Sachverhalt inhaltlich zu begreifen und den Zusammenhang intellektuell, geistig, zu erfassen – benötige ich Anleitung. Diese bekomme ich dadurch, dass ich mich mit anderen Mitmenschen austausche, z. B. in den Kirchenversammlungen (Lehre und Bündnisse 50:10-12), und insbesondere durch die Wirkung des Heiligen Geistes (Lehre und Bündnisse 76:114,116), um die ich bitten kann (3. Nephi 17:3). Und wieder kommt der Glaube mit ins Spiel. Um verstehen zu können, ist er die Voraussetzung (Mosia 26:3). Was machst du, um das Wort Gottes zu verstehen? Der Herr auf jeden Fall spricht zu uns Menschen entsprechend unserem Verständnis in unserer Sprache (2. Nephi 31:3).

A photograph of Christ appearing to Thomas, paired with the words from 2 Nephi 31:3.Er spricht zu den Menschen gemäß ihrer Sprache zu ihrem Verständnis.
(Bild: Quelle)

Wegen eures Eifers und eures Glaubens und eurer Geduld mit dem Wort

Alma der Jüngere fährt fort: „Und wegen eures Eifers und eures Glaubens und eurer Geduld mit dem Wort, es zu nähren, damit es in euch Wurzel fasse, siehe, da werdet ihr bald die Frucht davon pflücken, die höchst kostbar ist, die süßer als alles Süße ist und die weißer als alles Weiße ist, ja, und reiner als alles Reine; und ihr werdet euch an dieser Frucht laben, selbst bis ihr satt seid, so dass ihr nicht hungert, und auch dürsten werdet ihr nicht. 43  Dann, meine Brüder, werdet ihr den Lohn für euren Glauben und Eifer und eure Geduld und Langmut ernten, da ihr gewartet habt, dass der Baum euch Frucht hervorbringt.“ (Alma 32:42-43).

Wegen eures Eifers und eures Glaubens und eurer Geduld mit dem Wort. Wenn ich in der Kindheit oder Jugend mal wieder keine große Lust hatte, an meine Hausaufgaben zu gehen, oder etwas zu helfen, bekam ich hier und da folgende Redensart zu hören: „Ohne Fleiß kein Preis“. Etwas mehr als ein halbes Jahrhundert alt war diese Redensart zu meiner Jugend erst und wollte mich, aufgrund einer versprochenen Belohnung, anspornen eine ungeliebte Aufgabe zu erledigen, an die ich ohne diesen Anreiz sicherlich nicht herangegangen wäre. Andererseits will sie uns auch vor Augen halten, dass einem Erfolg nur beschieden sein wird, wenn man sich genügend anstrengt.

Wenn wir die Früchte des Wortes Gottes ernten wollen, müssen wir davor auch erst Fleiß aufwenden. Der Weg zur Ernte der Frucht, die Erlangung der vom Herrn versprochenen Segnungen, führt nur über eifrige – ausdauernde, tapfere – Beachtung seines Wortes, im Glauben daran (Lehre und Bündnisse 84:43). Ich lerne, dass ich eifrig, mit Glauben verbunden, das Wort des Herrn anwenden muss, ehe ich dessen Segnungen genießen kann. Eben: „Ohne Fleiß kein Preis“. Wie ergeht es dir im geduldigen Erproben des Wortes Gottes?

Biene, Blumenwiese, Honig(Bild: Quelle)

Euer Glaube ruht, und zwar, weil ihr Wissen habt

Nun fragt Alma der Jüngere die gedemütigten Zoramiten: „Und nun siehe, ist euer Wissen vollkommen? Ja, darin ist euer Wissen vollkommen, und euer Glaube ruht, und zwar, weil ihr Wissen habt; denn ihr wisst, dass das Wort eure Seele hat schwellen lassen, und ihr wisst auch, dass es gesprosst hat, dass euer Verständnis anfängt, erleuchtet zu werden, und euer Sinn anfängt, sich zu erweitern.“ (Alma 32:34).

Euer Glaube ruht, und zwar, weil ihr Wissen habt. In dem Moment, wo uns unser anfänglicher Glaube in Bezug auf eine Sache, durch Studium und Bestätigung durch den Heiligen Geist, zu Wissen geworden ist, brauchen wir in diesem Punkt nicht mehr zu glauben. Wir haben Erkenntnis erlangt, verstehen den Punkt und Begreifen ihn. Unser Sinn, unsere geistigen Fähigkeiten und Verstandeskräfte, haben sich erweitert.

Wie ist es dazu gekommen, dass sich mein Sinn erweitert hat? Indem ich `Gottesfurcht´, achtungsvolle Demut gegenüber Gott geübt, seinen Anweisungen gefolgt bin (Sprichwörter 1:7; Psalm 110:10). Unser Glaube ruht nun, was diesen einen Teilbereich anbelangt. Wir müssen uns aber weiterhin um das heranwachsende Pflänzchen kümmern, es mit großer Sorgfalt hegen und pflegen, ansonsten verdorrt es wieder, was so viel bedeutet, dass wir uns weiterhin Gedanken machen müssen. Ansonsten wird das Licht, die Kenntnis, die wir erlangt haben, wieder in Vergessenheit geraten und sie nützt uns nichts mehr (Alma 32:35-41). Um keinen Stillstand einzuleiten, muss es nun mit einem anderen Aspekt unseres Lebens weiter gehen. Wieder beginnend mit Glauben an diesen neuen Punkt des Wortes Gottes … usw. usw. Wie erweiterst du deinen Sinn?

An image of a sunflower paired with a quote by President Russell M. Nelson: “Let your faith show.”

Zeige deinen Glauben – Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel
(Bild: Quelle)

Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen

Alma stellt einen Vergleich an: „Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen. Wenn ihr nun Raum gebt, dass ein Samenkorn in euer Herz gepflanzt werden kann, siehe, wenn es ein wahres Samenkorn oder ein gutes Samenkorn ist, wenn ihr es nicht durch euren Unglauben ausstoßt, so dass ihr dem Geist des Herrn Widerstand leistet, siehe, so wird es anfangen, in eurer Brust zu schwellen; und wenn ihr dieses Schwellen spürt, so werdet ihr anfangen, in euch zu sagen: Es muss notwendigerweise so sein, dass dies ein gutes Samenkorn ist oder dass das Wort gut ist, denn es fängt an, meine Seele zu erweitern; ja, es fängt an, mein Verständnis zu erleuchten; ja, es fängt an, mir köstlich zu sein.“ (Alma 32:28).

Im Internet fand ich folgende Kurzgeschichte von Jack Canfield und Mark Victor Hansen / „Hühnersuppe für die Seele„:

Die Geschichte über zwei Samenkörner

Es steckten einmal zwei Samenkörner nebeneinander im Boden.

Das erste Samenkorn sagte: “Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde senden und ich will als kleines Pflänzchen die Erdkruste durchbrechen, um dann kräftig zu wachsen. Ich will meine Blätter entfalten und mit ihnen die Ankunft des Frühlings feiern. Ich will die Sonne spüren, mich von Wind hin- und herwehen lassen und den Morgentau auf mir spüren. Ich will wachsen!”

Und so entwickelte sich das Samenkorn zu einer kräftigen Pflanze.

Das zweite Samenkorn sagte: “Ich fürchte mich. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden senke, weiß ich nicht, was mich dort in der Tiefe erwartet. Ich befürchte, dass mir da etwas wehtut. Es könnte auch sein, dass ich Schaden nehme, wenn ich versuche, die Erdkruste zu durchbrechen. Und ich weiß nicht, was dort oben über der Erde auf mich lauert. Es kann so viel geschehen, wenn ich wachse. Nein, ich bleibe lieber erst einmal hier und warte, bis es sicherer ist.”

Und so verblieb der Samen in der Erde und wartete.

Eines Morgens kam eine Henne vorbei. Sie scharrte mit ihren scharfen Krallen nach etwas Essbaren im Boden. Nach einer Weile fand sie den wartenden Samen im Boden und fraß ihn auf.“ (Quelle)

Nun wollen wir das Wort mit einem Samenkorn vergleichen. In Bezug auf den Vergleich des Samenkorns mit dem Wort Gottes, sowohl hier im Buch Mormon, als auch im Neuen Testament (Markusn 8:11-15; Matthäus 17:20), lerne ich, dass es Samenkörner gibt, die den Wunsch zur Veränderung in sich tragen, dabei handelt es sich um ein `gutes Samenkorn´, aber auch solche, die sich vor Veränderung fürchten. Das sind dann eben `taube Samenkörner´, also nicht keimfähige. Drängt mich das Wort, das als Samenkorn in mein Herz gelegt wird, zu positiver Entwicklung, so weiß ich, dass es ein gutes, ein keimfähiges Korn ist, nämlich das Wort Gottes, das mich zu Unsterblichkeit und ewigem Leben hin entwickeln will, Verständnis über den Sinn und Zweck meiner Existenz entwickeln hilft (Alma 32:29-30,33). Ist es ein Wort, dass mich nicht zu positiver Entwicklung antreibt, kann ich davon ausgehen, dass es sich um ein `taubes Samenkorn´ handelt (Alma 32:32). Es kommt nicht aus dem Munde Gottes und wird mir nicht helfen, mich aus der Erde herauszuwagen. Welche Erlebnisse hattest du schon mit diesen zwei Arten von Samenkörnern?

Matthew 13, Jesus teaches in parables to His disciplesJesus erklärt seinen Jüngern das Gleichnis vom Senfkorn
(Markus 4:30-32; Bild: Quelle)